In Memoriam Alfred J. Noll

17. März 2026 durch
Axel HUBMANN

Foto: Tobias Steinmaurer

RA Univ.-Prof. Dr. Alfred J. Noll,

der bekannte Rechtsanwalt und auch langjährige Rechtsberater des Syndikats der Pressephotographen, Pressebildagenturen und Filmreporter Österreichs, ist am Montag, 16. März 2026 überraschend verstorben.

Am 30. Jänner 1960 in Salzburg geboren, besuchte er nach der Volksschule eine Fach-schule mit Lehrausbildung und Matura. Danach studierte er in Salzburg und Wien Rechtswissenschaften (Dr. jur.) sowie Soziologie (Dipl. Soz.), war als Anwalt tätig und habilitierte sich 1998.

Alfred J. Noll war ein vielseitig interessierter, umfassend gebildeter und in verschiedenen Bereichen tätiger und engagierter Mensch. Nicht nur waren ihm das Recht und die Gerechtigkeit (sic!) ein Anliegen - man denke nur an die zahlreichen Restitutionsfälle, in denen er als Anwalt tätig war - sein Interesse galt auch soziologisch-gesellschafts-politischen Themen. 

Auch literarische Bereiche waren ihm nicht fremd. Er war in dieser Hinsicht ein durchaus im Gesamten humanistisch denkender und handelnder Mann. Gleichzeitig war er aber auch „zoon politikon“, ein politischer Mensch, wie seine Tätigkeit in der Politik, im Nationalrat, beweist.  Auch schrieb er zahlreiche Artikel, war Gründer und Mitherausgeber des Journals für Rechtspolitik sowie für viele Fachjournale  tätig, veröffentlichte in Tageszeitungen und war in Radio und Fernsehen gefragter Interviewpartner. Weit über 50 Publikationen zu mannigfachen Themen bezeugen seine Einstellung, seine ganzheitliche Sehweise.   

2016  erhielt er verdientermaßen den Österreichischen Staatpreis für Kulturpublizistik. Dass auch das Leben im ureigenen, positiven Sinn, nicht zu kurz kam, rundet das Bild, die Persönlichkeit Alfred J. Noll ab

Alles in allem war Alfred J. Noll nicht nur allseitig interessiert sondern auch umfassend gebildet, ein Mensch im wahrsten Sinn des humanistischen Begriffs. Unterhaltungen mit ihm waren bereichernd, gaben - abseits des rein fachlichen - Ein- und Ausblicke in das Leben, die Kultur, das Dasein; kurzum in alles, was unser Sein hier ausmacht.

Mit seinem Tod ist die Welt um einiges ärmer geworden. Wir haben einen Partner und wohl auch Freund verloren.

Es bleibt uns nur „Danke“ zu sagen, auf wienerisch ein letztes „Adieu“ und die Erinnerung.                                                                                                                       

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Familie.

Prof. Dr. Axel Hubmann,
Generalsekretär, 

im Namen von Präsidium und Vorstand des Syndikats.


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